Dein Tag ist voll, noch bevor er richtig begonnen hat. Da ist dieser Termin, der vorbereitet werden will. Das Angebot, das noch raus muss. Dieser Kunde, der „nur kurz“ etwas klären möchte. Der Lead, der eigentlich heiß war, aber sich nicht mehr meldet.
Zu oft sitzt du in Gesprächen mit Menschen, die dir grundsätzlich zuhören, aber zeitlich, finanziell oder gedanklich noch nicht so weit sind. Du erklärst verständlich, zeigst Optionen, schaffst Klarheit. Und trotzdem hörst du die Sätze, die jeder Finanzdienstleister kennt:
„Ich überlege mir das.“
„Ich spreche noch mal mit meinem Partner.“
„Schick mir das einfach mal.“
Nach den Gesprächen beginnt die Nacharbeit. Unterlagen, Rückfragen, Nachfassen. Dazwischen quetschst du Akquise, Social Media oder weitere Calls rein. Und es kommen immer wieder Themen dazu, die dich binden: Storno, Bürokratie, Abstimmungen.
Vieles läuft über dich. Du koordinierst, entscheidest und hältst den Überblick. Auch mit Mitarbeitern bleibt Verantwortung oft an dir hängen. Ob Qualität, Abschluss oder nächste Schritte – am Ende landet vieles wieder auf deinem Tisch.
Du kannst das alles. Und genau das macht es so zäh. Denn obwohl du viel leistest, fühlt sich Fortschritt schleppend an. Und abends fragst du dich:
„Bin ich gerade Unternehmer oder nur Sachbearbeiter mit Umsatzdruck?“